Wiener Zeitung, das journalistische Medium
Häufige Fragen zur Wiener Zeitung
Es ist wichtig, Eigentum und Finanzierung einerseits und redaktionelle Entscheidungsgewalt andererseits voneinander zu unterscheiden.
Die Wiener Zeitung GmbH steht im Eigentum der Republik Österreich und das Medium Wiener Zeitung wird zur Erfüllung seines gesetzlichen Auftrags aus Bundesmitteln finanziert.
Daraus folgt aber nicht, dass Bundesregierung oder Eigentümerin die journalistische Berichterstattung bestimmen.
Die Redaktion arbeitet auf Grundlage eines gesetzlichen Unabhängigkeitsauftrags und eines Redaktionsstatuts. Redaktionelle Entscheidungen liegen bei Redaktion und Chefredaktion.
Weder Eigentümervertretung noch Geschäftsführung nehmen Einfluss auf einzelne redaktionelle Inhalte, Themenauswahl oder journalistische Bewertungen.
Nein.
Die Redaktion arbeitet auf Grundlage eines gesetzlichen Unabhängigkeitsauftrags und eines Redaktionsstatuts. Redaktionelle Entscheidungen liegen bei Redaktion und Chefredaktion.
Ministerien können Leistungen der Content Agentur beauftragen, wenn dafür die rechtlichen und vertraglichen Voraussetzungen bestehen. Ein solcher Auftrag gibt einem Ministerium keinerlei Einfluss auf die journalistische Berichterstattung der Wiener Zeitung.
Die Wiener Zeitung veröffentlicht ihre journalistischen Inhalte über unterschiedliche Kanäle, von Website und Social Media bis zu Video, Podcasts, Newslettern und ausgewählten Printformaten.
Für alle Kanäle gelten dieselben journalistischen Qualitätsstandards: Inhalte werden sorgfältig recherchiert, Quellen geprüft und nachvollziehbar gemacht, Fakten und Meinungen klar voneinander getrennt, der Einsatz von KI klar gekennzeichnet und mögliche Fehler transparent korrigiert. Die redaktionelle Verantwortung liegt immer bei der Wiener Zeitung, unabhängig davon, ob ein Beitrag als Artikel, Video, Podcast oder Social-Media-Post erscheint.
Auf der Website werden Beiträge fortlaufend veröffentlicht, kuratiert und aktualisiert. Längere Themendossiers und Schwerpunkte werden zusätzlich in eigenen Formaten aufbereitet. Die Website dient außerdem als dauerhaft zugängliches Contentarchiv für redaktionelle Inhalte.
Auf Instagram veröffentlicht die Wiener Zeitung täglich journalistische Inhalte, vor allem Erklärstücke, kurze Videos, Bilder und wiederkehrende Formate. Dazu zählen etwa kurze politische und gesellschaftliche Einordnungen, Faktenchecks, Interviews, Vox-Pops, Infografiken, Zusammenfassungen aktueller Debatten und Einblicke in die Arbeit der Mitarbeiter:innen.
TikTok richtet sich besonders an junge Nutzer:innen und setzt auf kurze journalistische Videos. Dazu zählen etwa Erklärvideos zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, Faktenchecks, Interviews, Vox-Pops, Einordnungen zu Debatten auf der Plattform sowie Beiträge, die aktuelle TikTok-Trends und Formate journalistisch aufgreifen.
Auf YouTube veröffentlicht die Wiener Zeitung längere Videoformate, Reportagen und projektbezogene Produktionen. Dazu zählt auch „Wiener Zeitung Live“, ein redaktionelles Livestream-Format, das aktuelle gesellschaftliche Themen mit Gästen vertieft und im Anschluss dauerhaft abrufbar bleibt. Die Erscheinungsweise richtet sich nach Thema, Rechercheumfang und Produktionsaufwand. YouTube Shorts ergänzen das Angebot als zusätzlicher Verbreitungskanal für ausgewählte Reels von Instagram und TikTok.
Auf den beiden Podcastkanälen der Wiener Zeitung erscheinen regelmäßig unterschiedliche Audioformate. Dazu gehören Podcasts, die aktuelle Themen verständlich erklären, Gesprächs- und Interviewformate sowie mehrteilige Storytelling-Produktionen, die ein Thema über mehrere Folgen hinweg vertiefen.
- Newsletter
Die Wiener Zeitung ergänzt ihr digitales Angebot durch drei regelmäßig erscheinende Newsletter, die unterschiedliche inhaltliche Zugänge bieten: „Wiener Zeitung Weekly“ gibt jeden Dienstag Einblicke in die Arbeit der Redaktion, „Na gut“ versammelt jeden Mittwoch gute Nachrichten über Fortschritte und Erfolge, und „Einfach Politik.“ ordnet jeden Donnerstag mit Innenpolitik-Journalist Georg Renner das österreichische Politikgeschehen ein. Damit verbinden die Newsletter redaktionelle Einblicke, exklusive Einordnungen und kuratierte Inhalte in einem direkt zugänglichen Format. Durch diese multimediale und plattformübergreifende Ausrichtung macht die Wiener Zeitung Orientierung, Wissensvermittlung und gesellschaftlich relevante Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen, Informationsbedürfnisse und Nutzungsgewohnheiten zugänglich.
- Ausgewählte Print- und Sonderformate
Ergänzend zum digitalen Kernangebot entwickelt die Wiener Zeitung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auch eigenständige Print- und Sonderformate. Dazu zählen etwa monothematische Magazine ebenso wie spielerische Formate wie das Wiener Zeitung Rätselheft. Je nach Thema, Anlass und Zielgruppe entstehen so unterschiedliche gedruckte Angebote, die journalistische Inhalte und Medienkompetenz auch abseits digitaler Kanäle zugänglich machen. ,
Die Redaktion arbeitet unabhängig von Geschäftsführung, Eigentümervertretung und politischen Institutionen.
Die Geschäftsführung oder die Eigentümerin können keine einzelnen Artikel bestellen, Themen vorgeben oder journalistische Bewertungen beeinflussen.
Die redaktionelle Unabhängigkeit ist durch mehrere Ebenen abgesichert:
- den gesetzlichen Auftrag,
- das Redaktionsstatut,
- die darin geregelte redaktionelle Eigenverantwortung,
- den Redaktionsbeirat,
- redaktionelle Leitlinien,
- journalistische Qualitätsstandards sowie
- transparente redaktionelle Prozesse.
Die Wiener Zeitung wurde darüber hinaus nach dem Standard der Journalism Trust Initiative (JTI) zertifiziert. Dabei werden unter anderem Eigentumsverhältnisse, Finanzierung, redaktionelle Strukturen, journalistische Regeln und der Umgang mit möglichen Interessenkonflikten offengelegt.
Bis Juni 2023 wurde die gedruckte Tageszeitung zu einem wesentlichen Teil über verpflichtende Veröffentlichungen im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ finanziert. Für diese Veröffentlichungen mussten vor allem Unternehmen bezahlen.
Mit einer gesetzlichen Neuregelung wurde diese Veröffentlichungspflicht in ihrer bisherigen Form beendet und durch eine digitale Lösung ersetzt. Damit fiel zugleich die wichtigste stabile Finanzierungssäule der täglichen Printausgabe weg.
Seit 1. Juli 2023 hat die Wiener Zeitung deshalb einen neuen gesetzlichen Auftrag und erscheint nicht mehr als täglich gedruckte Zeitung.
Die Wiener Zeitung wurde also nicht eingestellt. Ihre Aufgabe und ihre Erscheinungsform wurden verändert.
Der gesetzliche Auftrag sieht ausdrücklich vor, auch Menschen an Qualitätsjournalismus heranzuführen, die aufgrund veränderter Mediennutzung von klassischen journalistischen Angeboten zunehmend schwer erreicht werden.
Dazu zählen vor allem junge Menschen. Sie nutzen klassische Medienangebote oder kostenpflichtige Abonnements seltener und informieren sich häufig über soziale Plattformen. Gleichzeitig begegnen ihnen dort Desinformation, stark personalisierte, algorithmisch gesteuerte Inhalte und eine große Menge an Nachrichten, die auch zu Überforderung und Nachrichtenvermeidung führen kann. Umso wichtiger sind verlässliche, leicht zugängliche Informationen und die Fähigkeit, Inhalte kritisch einzuordnen.
Die Wiener Zeitung will Qualitätsjournalismus deshalb dort zugänglich machen, wo junge Menschen Informationen tatsächlich suchen und konsumieren, und Inhalte in Formaten anbieten, die zu ihrer Mediennutzung passen.
Diese Ausrichtung ergänzt den bestehenden Medienmarkt, statt mit ihm um dieselben Zielgruppen zu konkurrieren. Junge Menschen zählen bislang seltener zu den klassischen Abo-Zielgruppen etablierter Medien.
Der Fokus auf jüngere Zielgruppen schließt andere Altersgruppen nicht aus. Die Inhalte der Wiener Zeitung sind für alle Menschen in Österreich frei zugänglich.
Der gesetzliche Auftrag der Wiener Zeitung sieht vor, digitale, innovative und zielgruppenorientierte journalistische Inhalte zu entwickeln. Die daraus abgeleitete strategische Ausrichtung verfolgt mehrere miteinander verbundene Ziele: junge Menschen frühzeitig an Qualitätsjournalismus heranzuführen, Medienkompetenz zu stärken und journalistische Inhalte in Formaten anzubieten, die den tatsächlichen Nutzungsgewohnheiten dieser Zielgruppe entsprechen.
Damit kann die Wiener Zeitung:
- neue, junge Zielgruppen mit journalistischen Inhalten ansprechen,
- Medienkompetenz und das Verständnis für die Bedeutung von Qualitätsjournalismus stärken,
- komplexe Themen verständlich, barrierearm und plattformgerecht aufbereiten,
- innovative journalistische Formate erproben und
- datenbasiert erkennen, welche Themen und Darstellungsformen für die Zielgruppe relevant sind.
Der Fokus bedeutet aber nicht, dass journalistische Standards an Plattformlogiken angepasst oder verkürzt werden. Es bedeutet, dass bei der Entwicklung eines journalistischen Produkts von Anfang an berücksichtigt wird, wo, wie und in welchem Kontext Menschen dieses Angebot nutzen werden. So können komplexe Themen beispielsweise als Video, Podcast, interaktives Format, Artikel oder Kombination mehrerer Formate erzählt werden.
Ziel ist nicht maximale Reichweite um jeden Preis, sondern relevante journalistische Inhalte tatsächlich zu den Menschen zu bringen, für die sie entwickelt wurden. Der Schwerpunkt liegt daher bewusst auf jungen Menschen, neuen digitalen Nutzungsformen, Medienkompetenz und journalistischen Innovationsformaten, also auf Bereichen, in denen ein klarer gesellschaftlicher Bedarf besteht und die nur eingeschränkt über bestehende Marktangebote abgedeckt werden.
Nur eingeschränkt.
Bezahlte Werbung kann eingesetzt werden, um beispielsweise Veranstaltungen, neue Produkte, Medienkompetenzangebote oder andere Angebote der Wiener Zeitung bekannt zu machen.
Redaktionelle Beiträge werden seit August 2026 nicht über Paid Social Ads beworben.
Wenn für die Bekanntmachung externe Reichweite eingekauft wird, werden nach Möglichkeit österreichische Medien, Plattformen und Kooperationen berücksichtigt. Ziel ist es, einen Teil der eingesetzten Mittel im heimischen Medienmarkt zu halten.
Nein.
Das journalistische Angebot der Wiener Zeitung
- verkauft keine klassischen entgeltlichen Inserate,
- hat keine Paywall oder keine technischen Zugangsbeschränkungen (ausschließlich technisch notwendige Cookies, etc.);
- verlangt kein Abonnement für den Zugang zu journalistischen Inhalten und
- erhält keine Presseförderung.
Damit unterscheidet sich das Finanzierungsmodell bewusst von jenem kommerzieller Medien.
Die Österreichische Webanalyse, kurz ÖWA, schafft vor allem Vergleichbarkeit für den digitalen Werbemarkt. Reichweitendaten werden insbesondere von Werbetreibenden und Agenturen genutzt.
Für die Wiener Zeitung hat diese Vergleichbarkeit nur eingeschränkte Bedeutung, weil das Medium kein werbefinanziertes Geschäftsmodell verfolgt und keine Anzeigenreichweite verkauft. Hinzu kommt, dass die Website bei der Wiener Zeitung nicht dieselbe zentrale Rolle spielt wie bei vielen Medien, deren Reichweite über die ÖWA verglichen wird. Journalistische Inhalte werden direkt über Social Media, Newsletter etc. veröffentlicht und dort genutzt.
Das bedeutet nicht, dass Nutzung und Reichweite nicht gemessen werden. Die Wiener Zeitung analysiert ihre Angebote kanalübergreifend, um zu verstehen, welche Menschen erreicht werden, wie Inhalte genutzt werden und ob die gesetzten Ziele erfüllt werden.
Neben der reinen Reichweite spielen dabei unter anderem Interaktionen, Zielgruppenerreichung, qualitative Rückmeldungen und die gesellschaftliche Wirkung einzelner Angebote eine Rolle.
Nein. 11,5 Mio. Euro sind 2025 und 2026 die gesamte Ausgleichsleistung des Bundes für mehrere gesetzliche Aufgaben der Wiener Zeitung GmbH.
Davon entfallen in diesen beiden Jahren:
- 5 Mio. Euro auf die Wiener Zeitung,
- 3,5 Mio. Euro auf den Media Hub Austria und
- 3 Mio. Euro auf EVI.
Nein.
Diese Angebote gehören zur Wiener Zeitung Digitale Publikationen GmbH und finanzieren sich privatwirtschaftlich über ihre Produkte und Leistungen.
Nein. Die Content Agentur Austria ist innerhalb der Mediengruppe organisatorisch, räumlich und in ihrer Leitung vollständig von der Redaktion der Wiener Zeitung getrennt.
Die CAA produziert Inhalte im Auftrag ihrer Kund:innen. Die Redaktion der Wiener Zeitung entscheidet davon unabhängig über Themenauswahl, Recherche, Berichterstattung und Veröffentlichung.
Auch Kund:innen der CAA erhalten durch eine Beauftragung keinerlei Einfluss auf die journalistische Arbeit der Wiener Zeitung. Das gilt ebenso für öffentliche Auftraggeber:innen, Ministerien oder Unternehmen.
Noch Fragen?
Transparenz bedeutet für uns nicht nur, Dokumente online zu stellen, sondern Zusammenhänge verständlich zu erklären.
Wenn auf dieser Seite eine Information fehlt, eine Formulierung unklar ist oder weiterführende Unterlagen benötigt werden, freuen wir uns über Hinweise und Fragen.
Fragen & Hinweise: presse@wienerzeitung.at