Zentrum für Medienwissen
Häufige Fragen zum Zentrum für Medienwissen
In Österreich gibt es bereits viele Organisationen, Initiativen und Bildungsangebote, die Medienkompetenz direkt an unterschiedliche Bevölkerungsgruppen vermitteln. Das Zentrum für Medienwissen will diese bestehenden Angebote nicht doppeln oder ersetzen, sondern dort ansetzen, wo es einen zusätzlichen Hebel schaffen kann.
Ein strategischer Schwerpunkt liegt deshalb auf Menschen, die selbst Medien machen und bereits Zugang zu eigenen Zielgruppen haben, etwa Journalist:innen, Content Creator:innen, Influencer:innen oder andere Medienschaffende. Sie erreichen Communities über ganz unterschiedliche Kanäle und haben häufig bereits Vertrauen, Aufmerksamkeit und eine etablierte Beziehung zu ihrem Publikum.
Das Zentrum für Medienwissen stellt diesen Medienschaffenden Wissen, Forschungsergebnisse, fachliche Inputs und Unterstützung bei der Entwicklung geeigneter Formate zur Verfügung. Themen wie Desinformation, Algorithmen, Künstliche Intelligenz, Nachrichtenvermeidung oder Vertrauen in Medien können dadurch in bestehende journalistische und digitale Angebote integriert werden, statt dafür immer neue Bildungsformate und zusätzliche Plattformen aufzubauen.
Der Ansatz folgt damit bewusst dem Prinzip des Multiplikator:innen-Effekts: Das Zentrum muss nicht jede Zielgruppe selbst erreichen, sondern stärkt Initiativen, Medien und Creator:innen die bereits unterschiedliche Teile der Bevölkerung ansprechen. Ein Podcast kann andere Menschen erreichen als ein regionales Medium, ein Social-Media-Format andere als ein klassischer Artikel oder Newsletter.
So ergänzt das Zentrum für Medienwissen die bestehende Medienkompetenzlandschaft in Österreich um einen zusätzlichen Ansatz: Es schafft nicht einfach ein weiteres Angebot neben vielen bestehenden, sondern bringt Wissen dorthin, wo bereits Publikum, Reichweite und Vertrauen vorhanden sind. Gleichzeitig bleibt die direkte Arbeit mit Menschen in Österreich eine eigene Säule des Zentrums, insbesondere über Kooperationen mit bestehenden Veranstaltungen und Formaten sowie gemeinsam mit Initiativen wie Algokind.
Partner des Zentrums für Medienwissen (ZfM) können Organisationen, Institutionen und Unternehmen werden, die gemeinsam mit der Mediengruppe Wiener Zeitung Projekte zur Förderung von Medienkompetenz, digitaler Bildung und demokratischer Teilhabe entwickeln möchten. Dazu gehören unter anderem Bildungseinrichtungen, Medienunternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen, öffentliche Institutionen, Forschungs- und Innovationspartner.
- Kontaktaufnahme über die offizielle ZfM-Anlaufstelle: Interessierte Organisationen können sich direkt über die Website oder per E-Mail melden.
- Prüfung der inhaltlichen Passung: Das ZfM prüft, ob Projektidee oder Kooperationsinteresse mit dem gesetzlichen Auftrag und den Programmzielen übereinstimmen.
- Abstimmung von Rahmenbedingungen und Zielen: Inhalte, erwartete Outputs, Rollen, Leistungen und Zeitpläne werden gemeinsam definiert.
- Abschluss einer Kooperationsvereinbarung: Die Zusammenarbeit wird zukünftig vertraglich geregelt, insbesondere hinsichtlich Qualitätsstandards, Transparenz und Public-Value-Kriterien.
Die Zusammenarbeit ist immer gemeinwohlorientiert und auf einen nachweisbaren gesellschaftlichen Nutzen ausgerichtet.
Eine Kooperationsvereinbarung schafft für alle Beteiligten klare und nachvollziehbare Rahmenbedingungen. Sie hält fest, welche Ziele verfolgt werden, wer welche Leistungen übernimmt, wie öffentliche Mittel eingesetzt werden und welche Ergebnisse erwartet werden. Bei einem öffentlich finanzierten Angebot ist diese Dokumentation wichtig, damit Entscheidungen, Leistungen und Kosten auch im Nachhinein überprüfbar bleiben.
Die Vereinbarung regelt deshalb unter anderem Verantwortlichkeiten, Finanzierung, Qualitätsanforderungen, Dokumentationspflichten und die geplante Wirkungsmessung. So kann nachvollzogen werden, wofür Mittel eingesetzt wurden, was mit der Kooperation erreicht werden sollte und welche Ergebnisse tatsächlich erzielt wurden. Außerdem schützt die schriftliche Vereinbarung beide Seiten, vermeidet unklare Erwartungen und stellt sicher, dass Kooperationen dem gesetzlichen Auftrag und den Transparenzanforderungen der Wiener Zeitung GmbH entsprechen.
Ziel jeder Kooperation ist es, nicht nur einzelne Maßnahmen umzusetzen, sondern möglichst nachhaltige Wirkung zu erzielen und Medienkompetenz langfristig zu stärken.
Noch Fragen?
Transparenz bedeutet für uns nicht nur, Dokumente online zu stellen, sondern Zusammenhänge verständlich zu erklären.
Wenn auf dieser Seite eine Information fehlt, eine Formulierung unklar ist oder weiterführende Unterlagen benötigt werden, freuen wir uns über Hinweise und Fragen.
Fragen & Hinweise: presse@wienerzeitung.at