Das Media Innovation Lab unterstützt Gründer:innen, Start-ups und bestehende Unternehmen bei der Entwicklung neuer Angebote für den Medienmarkt. 

Dabei kann es um journalistische Formate ebenso gehen wie um Technologien, Infrastruktur, neue Produkte, Distributionswege oder Geschäftsmodelle. 

Das Lab begleitet Projekte von frühen Ideen bis zumarktreifen  Angeboten durch Programme, Workshops, Coaching, Infrastruktur, Netzwerke und, je nach Programm, finanzielle Förderung. 

Der Anspruch ist nicht, Innovation innerhalb der Mediengruppe zu konzentrieren. Erkenntnisse, neue Unternehmen und neue Produkte sollen dem österreichischen Medienökosystem zugutekommen. 

Der Inkubator richtet sich an Gründer:innen und Teams, die noch am Anfang stehen und ihre Idee erstmals strukturiert testen und weiterentwickeln wollen. Das kostenlose Programm läuft über drei Monate und begleitet Projekte von der Ideenvalidierung bis zur ersten Produktentwicklung. 

  • Ideen testen und weiterentwickeln:
    Im Mittelpunkt steht die Frage, ob aus einer ersten Idee ein tragfähiges Produkt oder Angebot entstehen kann. Die Teilnehmer:innen entwickeln ihre Konzepte weiter, testen Annahmen und erhalten Unterstützung bei der Validierung ihrer Ideen. 
  • Workshops und individuelle Begleitung:
    Das Programm umfasst Workshops und 1:1-Beratung zu Themen wie Produktentwicklung, Finanzierungsplanung, Markteintrittsstrategien und rechtlichen Rahmenbedingungen. 
  • Raum zum Ausprobieren:
    Der Inkubator ist bewusst als Entwicklungsraum angelegt, in dem Ideen ausprobiert, verändert oder auch wieder verworfen werden können. Dieses „Trial & Error“ ist ausdrücklich Teil des Programms. 
  • Austausch und Community:
    Die Teilnehmer:innen arbeiten nicht isoliert an ihren Projekten, sondern profitieren vom Austausch mit anderen Gründer:innen und Teams sowie von Netzwerkevents und einer Peer-to-Peer-Community. 
  • Infrastruktur:
    Zum Angebot gehören Arbeitsmöglichkeiten vor Ort sowie die Nutzung eines Multimediaraums für die Entwicklung und Erprobung von Medienprodukten. 

Das Ziel dabei: Aus einer Idee soll ein überprüfbares Konzept und daraus ein erstes Produkt entstehen, welches sich in Folge auch beispielsweise um einen Platz im Fellowship bewerben kann. 

Das Fellowship-Programm unterstützt innovative Medien-Start-ups dabei, ihre Ideen weiterzuentwickeln und den Markteintritt vorzubereiten. Das Programm läuft über neun Monate und verbindet finanzielle Förderung mit fachlicher Begleitung, Infrastruktur und Zugang zum Netzwerk der Mediengruppe Wiener Zeitung. 

  • Finanzielle Förderung:
    Die teilnehmenden Start-ups erhalten finanzielle Unterstützung auf Grundlage verbindlicher Förderrichtlinien. Zuletzt lag die maximale Fördersumme bei 40.000 Euro pro Fördernehmer:in. Die Auszahlung erfolgt schrittweise und ist an individuell vereinbarte Ziele und Fortschritte geknüpft. Diese werden regelmäßig dokumentiert und überprüft. 
  • Workshops und Coachings:
    Ein verpflichtender Teil des Programms sind Workshops und individuelle Coachings. Die Inhalte werden an die jeweiligen Bedürfnisse und Entwicklungsphasen der Start-ups angepasst und können beispielsweise unternehmerische, journalistische, technische oder strategische Themen umfassen. 
  • Infrastruktur und Arbeitsräume:
    Die Teilnehmer:innen können Co-Working-Arbeitsplätze sowie Räume für Workshops, Austausch und gemeinsame Entwicklungsarbeit nutzen. 
  • Zugang zu Fachwissen und Netzwerk:
    Die Gründer:innen können sich mit journalistischen, technischen und kaufmännischen Expert:innen austauschen. Dazu kommen Spezialist:innen aus Bereichen wie User Research, Produktentwicklung oder Künstliche Intelligenz. 
  • Praxisbezug:
    Der direkte Austausch mit Mitarbeiter:innen und Redakteur:innen der Mediengruppe Wiener Zeitung ermöglicht es, Ideen an konkreten Anforderungen aus der Medienpraxis zu prüfen, weiterzuentwickeln und frühzeitig Feedback einzuholen. 

Ziel ist es, medienunternehmerisches Denken zu stärken und neue, langfristig tragfähige und unabhängige Angebote für den österreichischen Medienmarkt zu unterstützen. Damit schafft das Media Innovation Lab Raum für neue Medienprodukte, Geschäftsmodelle und Technologien. 

Das Media Innovation Lab wird aus den Mitteln des Media Hub Austria finanziert. Förderungen werden damit aus Mitteln des gesetzlichen Media-Hub-Auftrags vergeben; ihre Voraussetzungen, Höhe und Auszahlung richten sich nach dem jeweiligen Programm und dessen veröffentlichten Bedingungen. 

Es gibt im WZEVI-Gesetz keinen eigenen, separat festgelegten Bundesbetrag nur für das Media Innovation Lab. Das jährliche Budget wird intern festgelegt und muss vom Aufsichtsrat genehmigt werden.

Häufige Fragen zum Media Innovation Lab

Entscheidend ist nicht die Rechtsform. Auch Teams oder Einzelpersonen vor einer Unternehmensgründung können, abhängig vom jeweiligen Programm, teilnehmen. 

Das Media Innovation Lab richtet sich an Gründer:innen, Projektteams, Medien-Start-ups und bestehende Unternehmen, die neue journalistische Angebote, medientechnologische Lösungen oder innovative Medienprodukte entwickeln.  

Gefördert werden können beispielsweise: 

  • neue journalistische Produkte oder Erzählformen, 
  • Angebote für bislang schlecht erreichte Zielgruppen, 
  • technische Werkzeuge für Redaktionen, 
  • KI- oder Automatisierungslösungen, 
  • neue Distributionsmodelle, 
  • Community-Angebote oder 
  • neue Geschäftsmodelle für Journalismus. 

Entscheidend ist, dass das Vorhaben einen nachvollziehbaren Nutzen für den österreichischen Medienmarkt schafft, Innovationspotenzial besitzt und auf eine tragfähige Umsetzung ausgerichtet ist.

Der Inkubator richtet sich an Einzelpersonen, Gründer:innen, Projektteams, Unternehmen in Gründung und bestehende Unternehmen mit einer innovativen Idee für den Medienbereich. Dazu zählen etwa journalistische Produkte, digitale Medienangebote, Media-Tech- oder KI-Lösungen, neue Audio- und Videoformate oder innovative Geschäftsmodelle. Das Vorhaben muss noch nicht marktreif sein: Der Inkubator ist ausdrücklich dafür gedacht, frühe Ideen zu testen, weiterzuentwickeln und auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. 

Die Auswahl für das Inkubator-Programm erfolgt auf Grundlage der veröffentlichten Teilnahme- und Förderrichtlinien und in mehreren Schritten.

  • Formale Prüfung:
    Zunächst wird geprüft, ob die Bewerbung fristgerecht eingelangt und vollständig ist, ob die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind und keine Ausschlussgründe vorliegen. Bewerbungen, diese Voraussetzungen nicht erfüllen, werden ausgeschieden. 
  • Fachliche Bewertung:
    Anschließend werden die Bewerbungen anhand festgelegter Kriterien bewertet. Dazu zählen die Nachvollziehbarkeit der Bewerbung, der Innovationsgrad, das Marktpotenzial, Erfahrung und Zusammensetzung des Teams, das Geschäftsmodell sowie die gesellschaftliche und mediale Relevanz des Vorhabens. 
  • Einheitliche Punktevergabe:
    Für die Bewertung verwendet die Wiener Zeitung GmbH eine festgelegte Bewertungsmatrix. Die einzelnen Kriterien werden nach dem Schulnotensystem beurteilt und anschließend in Punkte umgerechnet. 
  • Reihung und Aufnahmeentscheidung:
    Die Bewerbungen werden nach der erreichten Gesamtpunktezahl gereiht. Auf dieser Grundlage entscheidet die Wiener Zeitung GmbH über die Aufnahme in das Programm. Ein Rechtsanspruch auf Teilnahme besteht nicht. 

Gefördert werden Vorhaben, die einen Beitrag zur Weiterentwicklung des österreichischen Medienmarktes leisten können und überwiegend in Österreich umgesetzt werden. Dazu zählen etwa neue journalistische Formate, digitale Produkte, technische Infrastrukturen, Tools für Redaktionen sowie neue Distributions- oder Geschäftsmodelle.  

Für die Programme gelten die veröffentlichten Teilnahme- beziehungsweise Förderbedingungen. Die Auswahl erfolgt in mehreren Prüfungsschritten. 

  • Formale Prüfung:
    Zunächst wird geprüft, ob die Bewerbung fristgerecht und vollständig eingelangt ist und alle geforderten Unterlagen enthält. Dazu gehören Projektbeschreibung, De-minimis-Erklärung (Bestätigung, dass das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren insgesamt höchstens 300.000 Euro an staatlichen Beihilfen erhalten hat), Lebensläufe, Pitch Deck und Video. Fehlende Angaben oder Unterlagen können nachgefordert werden; die Bewerbung kann bei Unvollständigkeit auch ausgeschieden werden. 
  • Prüfung der Fördervoraussetzungen:
    Anschließend wird beurteilt, ob die Bewerber:innen und das eingereichte Projekt die in den Förderrichtlinien festgelegten Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören sowohl persönliche Voraussetzungen als auch die Frage, ob das Vorhaben inhaltlich zum Förderzweck des Fellowship-Programms passt. 
  • Bewertung des Projekts:
    Die Projektbeschreibung muss das Vorhaben, die geplante Umsetzung, die Finanzierung und die verfügbaren Ressourcen so nachvollziehbar darstellen, dass eine Beurteilung anhand der Förderrichtlinien möglich ist. Bei Bedarf kann die Förderstelle weitere Unterlagen wie ein Projektkonzept, eine Zielgruppenbeschreibung oder erste inhaltliche Entwürfe anfordern. 
  • Entscheidung auf Grundlage der Förderrichtlinien:
    Die Wiener Zeitung GmbH prüft die eingereichten Projekte auf ihre Eignung und darauf, ob sie den festgelegten Förderbedingungen entsprechen. Die Entscheidung über die Gewährung einer Förderung erfolgt durch eine unabhängige, extern besetzte Expert:innenjury. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. 

Noch Fragen?

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